Australien – besser spät, als nie…

Juli4

Ja, ok – wir sind nicht mehr in Australien… Und wir sind auch nicht gerade erst abgereist, sondern waren zwischendurch schon 2 Wochen in Neuseeland und 2 Wochen in Suedamerika liegen nun auch schon hinter uns. Aber wir hatten wirklich ein straffes Programm und dazu war das Internet ziemlich teuer (wie eigentlich alles in Australien). Und jetzt haben wir den Salat, wir muessen 4 Wochen voller spannender und toller Erlebnisse in einem Schub aufschreiben! :-O

Und damit ihr nicht durcheinanderkommt schreibt diesmal Sandra braun in rot und Sandra blond in blau.

Na gut, starten wir mal mit Sydney:
Das erste was uns aufgefallen ist, ist dass es kalt war! Mittlerweile waren wir an gut 35ºC mit extremer Luftfeuchtigkeit gewohnt und ploetzlich befinden wir uns im australischen Herbst! Und trotzdem fanden wir die Stadt beide unglaublich toll. Das Hafenviertel – der sogenannte Darling Habour – ist super schoen zum Flanieren und Essen gehen (falls man es sich leisten kann…). Die Straende sind ebenfalls toll, auch wenn es definitiv zu kalt zum sonnen oder baden war und das Hostel-leben haben wir beide total genossen. Endlich mal wieder Kontakte knuepfen, Leute kennen lernen und abends mit unseren Roommates zusammen dumme Trinkspiele spielen, Video schauen (so ein Horrorfilm ueber Backpacker… seeehr sinnvoll…) und vor allem abends feiern und tanzen gehen. Ein perfekter Start ins australische Leben! 🙂

Nach Sydney gings mit dem Greyhound Bus, einem Hop on Hop off Bus die Ostkueste hoch. Unser erster Stop war Spot X:

Der Grund fuer Spot X war das Surf-Camp, da eine von uns (Sandra blond) unbedingt in Ausralien surfen wollte. In Spot X gab es auch nichts, ausser dem Surf-Camp und einem langen Strand natuerlich… Nachdem wir die Surfer am Bondi Beach schon gut beobachtet hatten und so leicht und schoen aussieht – musste ich abe feststellen, dass es in Wirklichkeit doch nicht so leicht ist wie es scheint. Die erste Lesson bestand aus einer knapp 15 minuetigen Einweisung ueber ein paar Groundrules und die Bewegung wie man ‚paddelt‘ und dann aufsteht. Das haben wir am Stand alles schoen in Trockenuebung einmal durchgefuehrt, was natuerlich kein Problem war bei festen Boden unter den Fuessen… und dann gings auch schon ab ins Wasser. Die Weller waren an dem Tag ordentlich, sodass man eigentlich mit sich alleine schon genug zu tun hatte, um durch die Wellen zu kommen – aber dann auch noch mit einem riesen Bord, was einem um den Fuss ebunden ist und fast um die Ohren fliegt – das war schon die erste Huerde…! Aber nachdem ich den Dreh einmal raus hat, das Bord im Wasser zu handeln konnte es auch losehen mit den Surfversuchen – und ich schaffte es sogar in der ersten Lesson ein paarmal aufzustehen – juhuuu! 🙂 Die Lessons gehen insgesamt nur 3 Stunden, was auch vollkommen ausreichend ist, da es suuuper anstrengend ist. Im Wasser selbst, habe ich nichts davon gemerkt, es hat einfach nur Spass gemacht und ich wollte garnicht aufhoeren! Natuerlich durfte ich auch die Unterwasserwelt oft genug kennen lernen – jedes Mal, wenn sich eine Welle genau ueber mir brach, mich unter Wasser wirbelte und mir das Bord oberhalb fast um die Ohren flog. Als ich dann draussen war, die Bewegung nachliess war es schnell soweit, dass kaum noch Bewegung moeglich war… beide Knie waren blutig vom Sand aufgeschuerft und dicke blaue Flecke zogen in die Knie – aber das gehoerte dazu, ich war in guter Gesellschaft und abends wurden bei den Trinkspielen die Knieverletzungen verglichen.
Mit einem Haufen internationaler Surfer, besonders strak waren Skandinaven vertreten ging es nach dem Abendessen rund. Erst noch gemuetlich am Campfire, aber dann wurden die ganzen Trinkspiele der verschiedensten Nationen aus den guten alten Jugendzeiten ausgepackt, was dann so endete, dass wir alle unglaublichen Spass beim Karten saugen/blasen hatten und unsfast wie frueher anstellen, wenn die Karte runter fiel und sich die Lippen beruehrten… Was fuer ein lustiger und langer Abend…!
Am naechsten Tag gings allerdings wieder auf Brett, Zusaetzlich zu den blauen Flecken hatte sich ueber Nacht auch schon der Muskelkater eingenistet aber half ja nix, es ging wieder ins Wasser weitere Stehversuche anstellen. Wieder klappte es einige Male, besonders wenn die Surflehrer einen zum richtigen Zeitpunkt in die Welle reinzogen, was mit das Schwierigste ist, den richtigen Zeitpunkt und eine geeinete Welle zu finden. 3 mal, versuchte ich auch eine Wele vor dem Brechen zu surfen, was allerdings mit spektakulaeren Stuerzen ins Wasser endete – nichtsdestotrotz hat es wieder viel Spass gemacht!

Der naechste Stop war Byron Bay:
Byron Bay ist ebenfalls ein absoluter Surfer-& Partyort. Schoene lange Straende und ein sehr netter Ortskern mit den typischen Surferlaeden, die natuerlich dirket zum shoppen einluden 😉 Darueber hinausbefindet sich dort der oestlichste Punkt Australiens mit einem sehr schoenen Leuchtturm, wo wir mit dem Fahrrad hinfuhren und einen schoenen Sonnenuntergang sahen.
Surfen stand nach ein paar Tagen Ausszeit natuerlich auch an und wir konnten uns im Hostel sogar kostenlos Surfboard leihen, was aber keine grossen Starter-Boards waren, sonden normale, die ziemlich klein und totaaal wackelig waren!!! Bei unseren Versuchen uns auf diesen wackeligen Brettern zu halten, muessen wir offensichtlich so hilfsbeduerftig ausgesehen haben, dass direkt 2 Typen im Wasser ankamen, um uns zu helfen und uns munter in x Wellen zu ziehen.
Abends wartete das Cheeky Monkeys – die Partyinstitution, direkt gegenueber von unserem Hostel auf uns. Das Hostel war an sich schon ein absolter Partytreffunkt, wo abends am grossen langen Holztisch draussen gemeinsam Gooon vernichtet wurde, bevor dann im Cheeky Monkeys weiter gefeiert wurde…

Genug gesurft gings dann ueber einen kurzen Stop in Surfers Paradise – ohne Surfen, dafuer mit Sandkorn in der Kamera, die danach keine scharfen Fotos mehr machen wollte 🙁 – weiter nach Brisbane:


Jeder hat gesagt, Brisbane koennte man eigentlich auslassen…Aber da wir ja Lachlan dort besuchen wollten, haben wir fuer die zweitgroesste Stadt an der Ostkueste 3 Naechte eingeplant. Und wir haben es nicht bereut. Nicht nur, dass wir uns endlich mit ausreichend Klamotten im Outletstore eindecken konnten, wir haben drei Tage erlebt, die anders waren, als das Reisen bisher. Wir haben naemlich bei Lachlan und seiner Familie gewohnt. Mitten im Nichts, in einem riesigem Anwesen mit eigenem See, Boot, mehreren Autos, Pool, Pferden… :-O Und wir wurden so herzlich aufgenommen, die Mutter hat extra ein tolles Abendessen fuer uns gekocht (Lamm mit Minzsosse… klingt komisch, ist aber sehr lecker) und sogar fuer uns gebuegelt!! Ausserdem haben wir das erste Rugby-Game unseres Lebens angeschaut! Und „wir“ (Brisbane Broncos) haben sogar gewonnen. 🙂

Als naechstes ging es weiter zu den Klassikern an der Ostkueste – der 1. war Fraser Island:

Unsere naechste Station war Rainbow Beach. Das klingt nicht nur gut, es ist dort auch wirklich wunderschoen. Ein toller Strand und Felsen die alle Farbschattierungen zwischen schwarz und weiss, gelb, orange und rot haben. Hier ist der Startpunkt fuer Jeep-Safaris nach Fraser Island, die groesste Sandinsel der Welt. Zwei Naechte camping- & self-guided tour, das bedeutet ein Haufen von mehr oder minder organisierter Backpacker trifft aufeinander und muss irgendwie zusammen die naechsten 4 Tage ueberleben… und wir hatten es nicht leicht mit unseren postpupertaeren Briten…! Wir haben es zum Beispiel nie geschafft rechtzeitig aufzustehen um puenktlich vor der Flut noch an unserem geplanten Zielort anzukommen, was immer eine kleine Panik ausloeste und manchmal zu etwas Raserei fuehrte. Wobei wir da alles in allem eine vernuenftige Gruppe hatten, nicht umsonst wird die self-guided tour bald verboten (es sind zuuu viele Unfaelle passiert…). Ein anderes Beispiel ist, dass die Briten abends total abgedrehte Trinkspiele gespielt haben, mit noch verrueckteren Aufgaben, bei denen wir immer gebetet haben, nicht an die Reihe zu kommen… 🙂
Leider hatten wir ein bisschen Pech mit dem Wetter, sodass wir die ungemuetlichest Nacht unserer bisherigen Reise hatten. In unserem nassen Zelt haben wir unglaublich gefroren und kaum geschlafen.. 🙁 Aber zwei Tage hatten wir ganz gutes Wetter und sind mit dem Jeep ueber die Sandstraende und die holprigen Inland-tracks gecruised und haben in turkiesfarbenen Seen mit Sandstrand gebadet.
Wieder zurueck in Rainbow stand fuer eine Sandra (blond) ein weiteres Highlight an, der Skydive!
Die Aufregung hielt sich in Grenzen, das die Spannung und Vorfeude ueberwog! Nachdem zuerst ein paar Angaben gemacht werden mussten, wer im Falle eines Unfalls informiert werden solle – just in case… – gings auch schon los zum Flugfeld. Ich wurde vergurtet, bekam wieder recht kurz und knapp die Bewegungen fuer den Sprung gezeigt und schon gings mit einer mini kleinen Propellermaschine in die Luft. Die Aussicht ueber Rainbow Beach und Fraser Island war umwerfend, sodass ich mehr die Aussicht genoss, als Panik zu bekommen. Bis der Moment kam, an dem die Flugzeugtuer aufging und es unheimlich laut und windig war und hoch natuerlich…! Aber es sah alles soo schoen unter mir aus, auch wenn es unglaublich weit weg war, dass ich immernoch kaum aufgeregt war und wir dann einfach aus 14.000ft Hoehe aus dem Flugzeug sprangen. Der freie Fall ist unbeschreiblich und dauert ca. eine Minute an und wird gefolgt von einem schoenen Paragliding Flug, wo wir noch ein paar wilde Kurven drehten, bevor ich dann am Strand von Rainbow beach landete, wo Sandra auf mich wartete 🙂 WOW, ein einmaliges und geniales Erlebnis und definiv der perfekte Ort dafuer!!!

Nach Frasr Island stand der 2. Klassiker, die Whitsunday Islands an:
Die Station am Festland war Airlie Beach, auch ein netter Ort mit schoener Lagune und wir trafen 2 Freunde wieder, die wir zuvor auf unserem Trip kennen gelernt hatten – das ist in Australien ja immer so, dass man die gleichen Leute immer wieder trifft…
Aber hauptsaechlich stand eine 2 taegige Segeltoern durch die Whitsundays an. Bei leider bewoelktem Himmel steuerten wir den White Heaven Beach an, eine weitere World Heritage Area, die wirklich wunderschoen war. Verschiedene helle und weisse Sandtoene und soo feiner Sand, dass man sich sogar die Haut damit einreiben soll, damit sie weicher wird – es funktionierte tatsaechlich. Fuer Juwelen soll der feine Sand auch super sein, gut, da hatten wir jetzt leider keine dabei… Ansonsten genossen wir die Ruhe beim Segeln, die Weiten auf dem Wasser und das leckere Essen an Bord, sowie eine Nacht in der Koje direkt unter einem Fenster mit Blick auf einen wunderschoenen Sternenhimmel 🙂

Unsere letzte und noerdlichste Station in Australien war Cairns:Cairns haben wir lange erwartet, denn dort war es endlich wieder richtig warm. Und ausserdem erwartete uns das Great Barrier Reef! Und endlich konnte ich (Sandra braun) meinen Tauchkurs machen (das ist in Thailand naemlich ins Wasser gefallen, weil ich krank war… ein bisschen zuviel gefeiert.. 😉 ). In unserem VIP – 2 – Personen Kurs mit meinem Tauchlehrer Rick und meinem Tauchbuddy Nick haben wir eine Menge Zeit verbracht, haben uns abends gemeinsam viel zu lange gefeiert und unter Wasser sowohl total fazinierende Dinge gesehen (Nemo, eine schlafende Schildkroete, ich glaub die hatte Kater, die ist einfach nicht aufgewacht, Korallen in allen Farben und sogar Haie – ok „nur Reef-sharks“, aber ich fands trotzdem total genial) also auch eine Menge Mist gemacht (Unterwasserpyramiden, Bier trinken, zu enge Hoehlen etc pp). Das Tauchen war jedenfalls eins meiner absoluten Highlights der Reise!
Ich (Sandra blond) genoss 2 schoene Tage in Cairns, waehrend Sandra braun im Pool uebte. Besondes schoen, war eine Tour in den Rainforest, wo wir – nein, es war kein offizieller Weg, durch einen Fluss und ueber Steine zu einem sehr schoenen Wasserfall krakselten. Danach gings noch zu einem anderen Wasserfall mit natuerlicher Wasserrutsche, wo wir alle zur Erfrischung baden gingen und ich im Reifen diesen Wasserfall hinunter rutschte – mit verzweifelten Bemuehungen bei der starken Stroemung meinen Bikini nicht zu verlieren…! :-O
Und dann standen auch fuer mich 2 Tage auf dem Boot draussen am grossen Riff an, wo ich bei 3 Tauchgaengen und ein paar mal schnorcheln die wirklich wunderschoene und beeindruckende Unterwasserwelt bewunderte. Ich war mir vorher nicht sicher, ob Tauchen was fuer mich ist, aber ich war so fasziniert von der Schoenheit der Corallen und der Fische, die in allen moeglichen Farben schimmerten, dass auch ich, zusammen mit einem Tauchlehrer durch Tunnel und in Hoehlen tauchte, absolut beeindruckend und mal was ganz anderes!!!

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2 Comments to

“Australien – besser spät, als nie…”

  1. Avatar August 3rd, 2010 at 13:38 Marita und Karl-Wilhelm Says:

    Welten-Bummeln -Teil 3-

    Australien und Neuseeland sind schon geschafft,
    doch manche Sachen war’n zweifelhaft.
    Wenn Eltern zuhaus die Sorge plagt,
    weil ein Event das andere jagt.
    Z.B. Jumping über einer Schlucht,
    nur weil man den Nervenkitzel sucht.
    Nerven brauchen Mütter und Väter,
    bei den Taten der Missetäter.
    Die Täterschaft jedoch entfloh,
    nach Afri- od Ameriko.

    Es war wohl Süd-Ameriko,
    Sao Paulo, Rio oder so.
    Man eilt hindurch ganz auf die Schnelle,
    vergißt aber nicht die Wasserfälle.

    Weiter gings nach Florida.
    1,2,3 ist man schon da.
    1,2,3 ist man schon fort,
    es sei denn man vergeigt den Abflug dort.

    Weltenbummeln -Teil 4-

    Weit ist man nun schon gereist,
    die Erde ist fast eingekreist.
    Nun nähert sich der Reise Ende,
    Eindrücke und Bilder füllen Bände.
    Der Globus-Trip sei Euch gegönnt,
    Hauptsache ist, wenn’s Euch gefällt
    und Ihr am Ende sagen könnt:

    „ACH WIE SCHÖN IST DOCH DIE WELT“

    Liebe Grüße


  2. Avatar August 5th, 2010 at 15:46 Sandra Says:

    Oh – ein letztes Gedicht, wie schoen! Danke! Und bis ganz bald! 🙂


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