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Mumbai – Bollywood live

April19

(Mumbai: 2.-4. April)

Wir hatten keine grosse Lust auf Mumbai. Der Lonely Planet versprach nichts wirklich spannendes und von indischen Grossstaedten hatten wir erstmal genug… Aber es kam anderas als wir dachten. Mumbai ist viel westlicher als die anderen indischen Staedte. Breiter angelegte Strassen, grosse schoene Gebaeude, der Hafen und die Hochhaeuser nicht zu vergessen und einige ’normale‘ Geschaefte haben wir auch gefunden. *g* Und unser Hotel war sauber! Sogar das Bad!!
Also planten wir eine kleine Sightseeingtour, um sie gleich wieder zugunsten eines Tages in einem Bolywood-Filmstudio ueber den Haufen zu werfen. Morgens frueh klopfte es naemlich an unsere Tuer und wir wurden gefragt, ob wir nicht Lust haetten, eine kleine Komparsenrolle in einer Bollywoodserie zu spielen („Crime and Bollywood“). Wir haben lang mit uns gerungen, ob wir das wirklich machen sollten…so ganz ohne Talent…und dann auch noch eine Bikiniszene… :-O Aber schliesslich haben wir uns dafuer entschieden. Und so bestand unser Tag aus Warten, das Set und die Schauspieler beobachten, geschmickt werden, sich fragen was man hier eigentlich macht, fuer Fotos posieren (wir waren mit einem franz. Fotograf da, den wir in unserem Hotel kennen gelernt haben) aufgeregt sein und kantineaehnliches Essen in unserer fensterlosen Zelle („Make-up-room“) zu uns zu nehmen. Unterbrochen wurde das ganze dann von kleinen bis klitzekleinen Szenen in denen wir unser schauspielerisches Koennen unter Beweis stellen konnten (oder auch nicht…) Das war spannend, witzig und irgendwie irreal…und es ist kein gutes Gefuehl, wenn alle Schauspieler die Szene wiederholen muessen, weil du irgendwas fasch gemacht hast.. :-O
Und um den Tag dann gebuehrend abzurunden, sind wir mit unserem „Manager“ 🙂 und ein paar seiner Freunde in indische Clubs feiern gegangen. Vocal House, R’nB und dazwischen indische Bollywoodsongs!
Was fuer ein Tag! 🙂

Wir sind uebrigens gerade in Kambodscha angekommen und senden euch ganz liebe Gruesse in das ascheverseuchte Europa 😉

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Goa – relaxed

April12

Mh, zugegeben, wir haengen ein wenig zurueck…So viel Zeit fuer Internet haben wir nur nicht immer. Nun, also einen kurzen Bericht zu Goa.

Goa kann man sich so vorstellen wie Indiens chill-out-zone. Man hatte sich ja schon so an das Chaos gewoehnt und in Goa ist es ploetzlich viel entspannter, sauberer und es gibt sogar noch andere Touristen und es fuehlt sich sogar wir ein richtiger Urlaub an! 😉
Zuerst sind wir nach Anjuna gefahren und das erste was uns aufgefallen ist, ist dass das permanente Gehupe fehlt und gegen ein Klischee-Meeresrauschen eingetauscht wurde. Traumhaft ruhig! Statt taegliches Sightseeing haben wir den ganzen Tag an Strandbars mit netten Leuten rumgehangen, haben uns stundenlang gesonnt, in den Wellen getaucht (es gab sooo hohe Wellen, unglaublich!), Eis gegessen und uns (na gut, ich gebs zu, nur die eine Sandra) ganz kurz von kurrupten Polizisten wegen naechtlichem Schwimmen verhaften lassen (500 Rupien hat die Sache gekostet… zum Glueck nicht mich 😉 ).
Nach Anjuna sind wir in den Norden nach Arambol gefahren, wo wir in suessen kleinen Bambushuetten direkt am Strand gewohnt haben. Und wir haben praktisch noch weniger gemacht als in Anjuna (der Radius war nicht weiter als 500m rund um unserere Huette…). Und ein paar echte Goajaner haben wir kennen gelernt! Informatikstudenten natuerlich 😀

Alles in allem war es echt schoen und die Entspannung hat total gut getan!

Arambol

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Auto fahren geht hier anders…

März31

und das wurde uns schon in Delhi kurz nach unserer Ankunft klar. Uebergluecklich, da wir unsere Rucksaecke tatsaechlich vollstaendig und nur wenig verdreckt auf dem Gepaeckband wieder gefunden hatten und wir binnen kurzer Zeit stolze Besitzer eines Stadtplans und eines Prepaid-Taxi-Scheins waren, stiegen wir in das verbeulte Etwas namens Taxi. Wie es sich gehoert verbrachten wir einen angemessenen Zeitraum damit, die nicht existenten Sicherheitsgurte zu suchen, um dann festzustellen, dass wir uns besser auf die Strasse konzentrieren sollten, um uns rechtzeitig festhalten zu koennen. Trotz hoechster Konzentration, verpassten wir ab und zu unseren Einsatz und wurden, waehrend wir Rikshas, Hunden, Bussen, Autos Menschen und heiligen Kuehen auswichen, unsanft in Richtung Dach und Seite befoerdert. Unsere Schweissperlen wurden jedoch schnell wieder vom abgas- und staubgeschwaengerten Fahrtwind, der durch die Fensteroeffnung hineinbliess (natuerlich gab es keine Scheiben…), getrocknet. Und dieser loeste auch gleich die vielen Versprechen ueber die speziellen indischen Gerueche ein… :-/
Aber wir liessen uns von so Kleinigkeiten nicht abschrecken und buchten gleich am naechsten Tag eine 9taegige Autorundreise durch Rajasthan. Mit einem Fahrer natuerlich (Bablu) und in einem kleinen verbeulten TAT (was fuer ein Marke das auch immer ist, die Karosserie fuehlt sich jedenfalls sehr nach Trabbi an und Sicherheitsgurte sind natuerlich auch nicht vorgesehen…). Bablu versuchte am Anfang noch zuerueckhaltend zu fahren, nach und nach kam die indische Mentalitaet jedoch durch und er reihte sich in die Masse wild hupender Autos ein. Hupen hiesst hier naemlich nicht „Vorsicht!“, sondern ist praktisch universell einsetzber. Fuer: „Hey, hier komme ich!“, „Fahr schneller!“, „Weich gefaelligst aus, ich machs bestimmt nicht!“ , „Fahr mal mehr zur Seite, ich will bei Gegenverkehr ueberholen!“, „Beweg dich, du bloede heilige Kuh!“, „Boah, eine Frau mit gelben Haaren!“, „Boah, zwei Frauen, die den indischen Dresscode mal gepflegt ignorieren!“, „Haha, ihr habt eine Autopanne!“ (wir hatten zwei, es war nicht sehr lustig… :-O ) Ich glaube das Ueberholmanoever wird sehr knapp…“, „Geh mal mit deiner Schubkarre weg von der Autobahn!“ ..und vieles mehr.
Apropos Autobahn. Das ist wieder so eine Sache fuer sich. Die Fahrbahnen sind zwar so breit, dass tatsaechlich zwei Autos nebeneinander passen (nach Belieben auch 3 bis 4), allerdings gibt es staendig Kreuzungen, heilige Kuehe, spielende Kinder, kleine Tempel mitten auf der Strasse.. und nicht selten passiert es, dass einem ein Motorroller oder ein Kamelkarren entgegenkommen…gut, dass weder die Strassenverhaeltnissse noch der durchschnittliche Zustand der Autos einer hoehere Geschwindigkeit als 80km/h erlauben.

Aber wir haben alles unbeschadet ueberstanden udn irgendwie haben wir uns fast ein bisschen an das Chaos gewoehnt. 😉

Liebe Gruesse! Sandra und Sandra

Eine Reise durch Rajasthan:

März24

Von Duft von Wildrosenblueten, uber die verschiedensten Gerueche von Raeucherstabechen, bis hin zu uebelstem Gestank. Absolut herunter gekommene Haeuser und wunderschoene Palaeste. Laestige einen permanent anbettelnde und nicht locker lassende Menschen und total suesse Inder, die schuechtern anfangen zu tuscheln und sich dann eine Person ueberwinden muss um zu fragen, ob wir ein Foto mit ihnen machen wuerden – sowohl Maenner als auch Frauen, von jung bis alt.
Traumhaftes Taj Mahal und absoluter Dreck und Staub ueberall sonst auf den Strassen. Wunderschoene farbenfrohe Menschen, Saris und geschmueckte Autos & LKWs, permanents Hupen total!
Hindtempel der verschiedenen Goetter, die beschenkt werden mit Blumenkettchen – unglaubliche Hitze, bei der man zu kaum noch was in der Lage ist.
Von schoenen bis zu dreckigen Hotels. Dusche im stockdunkeln, weil mal wieder ein Strumausfall war. Ueberhaupt mehr Stromausfaelle in einer Woche Indien, als in unserem bisherigen Leben in Deutschland.
Heiratsantrag beim Sarikauf und eine Stadt (Udaipur) in der es seit zwei Jahren nicht geregnet hat!!!
Es gibt KEINE Muelleimer in Indien – eine Herausfoerdung fuer zwei deutsche, gewissenhafte Lehrerinnen…! Wir schleppen immer barv unsere leeren Wasserflaschen mit uns herum und wissen nicht wohin damit, wobei sie im Endeffenkt wahrscheinlich eh auf der Erde landen werden. Hier ist scheinbar alles ein riesen grosser Abfalleimer. Ueberll liegt einfach alles voller Muell, was natuerlich das Landschafts- bzw. Stadtbild nicht gerade verschoenert.
Ueberhaupt gibt es hier keine uebergeordneten Systeme, jeder roedelt fuer sich vor sich hin, baut vielleicht eine Mauer oder verkauft ein bisschen am Strassenrand – aber ein Gesamtzusammenhang ist nicht erkennbar – wie halt auch, dass es keine Muellabfuhr gibt und nichts dergleichen.
Dafuer ist der Gemeinschaftssinn im Glauben umso groesser, hier wird gemeinsam gebetet, gesungen und Opfergaben erbracht.
Gut, vielmehr als den Glauben haben die meisten Menschen hier wahrscheinlich auch nicht.
Geschlafen wird oftmals auf dem harten blanken Boden/Strasse/Buergersteig oder sogar in Balanceakten auf einer Riksha, dass wir beim blossen Anblick schon Rueckenschmerzen bekommen.

Morgen fliegen wir fuer eine Woche Entspannung nach Goa.
Die Fahrt mit dem Nachtzug haben wir uns als kroenenden Abschluss fuer die Rueckfahrt von Goa nach Mumbai aufgehoben…

Beste Gruesse nach Deutschland,
Sandra & Sandra

Delhi – absolut extrem:

März16

Taxifahrer die einen dort hinbringen wo sie wollen und nicht, wo man selbst hin will – 10 Adrenalinschocks auf dem Weg vom Flughafen in die Stadt – Fahrspuren auf der Strasse sind nur alibimaessig vorhanden und interessieren eh keinen – Laerm – Staub total – komische Gerueche – absoluter Dreck – die Strasse teilen sich: Autos, Taxis, Radfahrer, Motorrikschas, Mopeds,Hunde, Fahrradrikschas, Menschen und heilige Kuehe… – andauernd angequatscht werden von allen Seiten – Rotes Fort – Freitagsmoschee – Risckafahrt, sowohl mit dem Fahrrad als auch motorisiert – Hostel ohne Duschvorhang, aber immerhin exestiert eine Dusche und sogar warmes Wasser! – kein Toilettenpapier auf normalen Toiletten – Essen am Strassenrand – Eis bei Maecces – angebettelt werden bis zum geht nicht mehr – Menschen, die auf der nackten Strasse schlafen – Armut total, Chaos total – super!
Morgen steht Neu Delhi an und dann gehts nach Agra.

Gruesse von Sandra & Sandra